Ralf Kalle Skala --- Schauspieler, Buchautor und mehr...
                  Ralf Kalle Skala --- Schauspieler, Buchautor und mehr...

Meine Erfahrungen mit dem Forum Baltikum Dittchenbühne e.V.

 

Im August 1999 machte ich meine ersten Schritte bei der Dittchenbühne, im November des selben Jahres wurde ich Mitglied des Vereins, zum 31.12.2020 schied ich dann (aus eigner Überzeugung und Enttäuschung) aus.

 

Der Verein selbst ist gemeinnützig und hat sich als Mehrgenerationenhaus vielen verschiedenen Aufgaben gewidtmet.

Die Trägerschaft für eine Kindertagesstätte gehört zum täglichen Alltag.

 

Das Vereinsleben wird überwiegend von fleißigen, ehrenamtlichen Helfern geprägt, die viel Freizeit, Kraft und Überzeugung investieren. Auch ich war stets aktiv dabei und ohne auf die Zeit zu sehen.

 

Die Führung des Vereins erfolgt durch den Ersten Vorsitzenden, seinem Stellvertreter und einem dazugehörigen Vorstand. Ich selbst war viele Jahre Mitglied dieses Vorstands. Genauer gesagt sind die Vorstandsmitglieder, außer Kassenwart und Schriftführer nur Beisitzer, die alle nicht stimmberechtigt, nur beratend tätig sein können. Wer danach aussieht, dass er Geld oder Einfluss hat, wird relativ schnell für den Vorstand vorgeschlagen und gewählt.

Alle Entscheidungen des Vereins kann der Erste Vorsitzende allein, ohne weitere Absprachen treffen.

Aber, genau dies ist es, was den Verein negativ prägt, weil es vom Ersten Vorsitzenden (Herrn Raimar Neufeldt) täglich praktiziert wird.

Herr Neufeldt hat mit der Gründung des Forums Baltikum Dittchenbühne ein großartiges Werk vollbracht, er hat den Verein viele Jahre hervorragend geführt und wesentlich geprägt. Über diverse Jahre gelang es ihm, sozial und hilfreich zu sein. Leider hat sich dies im Laufe der Zeit gewandelt. Sein größter Schwachpunkt ist, dass er den Verein wie ein „Herrscher“ führt. Mit Kritik kann er in keiner Weise umgehen. Gesprächstbereitschaft, Probleme ausdiskutieren, gemeinsame Lösungen finden sind ihm Fremdworte.

 

Aufgrund dieser (ich nenne es mal) Sturheit, hat der Verein in all den Jahren viele gute und fähige Mitglieder verloren. So gab es z.B. nachdem Anfang der 2000-er Jahre der Zweite Vorsitzende verstarb bis heute aufgrund eines ständigen Wechsels, fünf weitere Personen, die dieses Amt inne hatten. Auch bei den Mitgliedern, die aktiv als Helfer oder Schauspieler tätig waren, verließen viele den Verein. Oft bekamen Schauspieler, ohne dass mit ihnen geredet wurde, Auftrittsverbot - denn die letztendliche Rollenbesetzung entscheidet immer Herr Neufeldt.

 

Ich stufe mich selbst als einen Mitläufer ein, der dem Verein in den 21 Jahren meiner Mitgliedschaft immer treu ergeben war. Im guten Glauben, dem Forum Baltikum Dittchenbühne etwas Gutes zu tun, stand ich stets hinter Herrn Neufeldts Entscheidungen, war für ihn Vertrauter, Handlanger oder ausführendes Organ.

 

Im Jahr 2020 kam aber irgendwann der Tag, an dem mein Gewissen über mich siegte. Ich wagte es, ihm bei (aus meiner Sicht) Fehlentscheidungen zu widersprechen und seine Handlungen zu kritisieren. Ich hatte dabei unter den Vereinsmitgliedern viele Befürworter und Unterstützer, die mich motivierten, von denen jedoch viele den Mut verloren, als es darauf ankam zu mir zu stehen. Damit hatte ich „verloren“, doch ich erkannte meine wahren Freunde und die Heuchler im Verein.

 

Herr Neufeldt erteilte daraufhin auch mir Auftrittsverbot in seinem Theater und vergraulte mich (mit all seiner Cleverness) aus dem Vorstand. Da ich nach wie vor dazu stehe, dass die Art und Weise, wie der Verein geführt wird nicht die Richtige ist und dringend Reformen notwendig sind, habe ich das Forum Baltikum Dittchenbühne schweren Herzens, aber mit gutem Gewissen verlassen. Und: ich bin froh, dass ich diese Entscheidung traf!!!

 

Herrn Raimar Neufeldt kann ich hingegen nur bedauern, denn Menschlichkeit, Zusammenhalt, Herzlichkeit und soziale Gerechtigkeit sind ihm verloren gegangen...

 

 

Foto: privat

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© Ralf Skala